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Auf gute Nachbarschaft!

Am Sonntag, 13.09.2026, wurde das neue Vereinsheim auf der Sportanlage am Hander Weg feierlich eröffnet und eingeweiht. Trotz strömenden Regens ließen es sich aktive und passive Mitglieder der Laurensberger Vereine, der Oberbürgermeister Michael Ziemons, Bezirksbürgermeister Alexander Gilson und seine Stellvertreterin Petra Person, Bezirksamtsleiterin Lara Roosen und viele, viele weitere Neugierige und Interessierte nicht nehmen, sich die tollen neuen Räumlichkeiten vor Ort anzuschauen.
 
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Foto vorne (v.l.n.r.): Oberbürgermeister Michael Ziemons, Bezirksbürgermeister Alexander Gilson, Bezirksamtsleiterin Lara Roosen.
 
Im Rahmen der Eröffnungsfeier überreichte der HHG-Schulleiter André Kropp eine Plakette für das Vereinsheim. "Auf gute Nachbarschaft". Die Vorsitzenden der beiden großen Vereine, die die Sportanlagen nutzen, Alina Todamm vom Rugby-Club Aachen und Karlheinz Welters vom VfJ Laurensberg 1919 freuten sich über das Zeichen und den sportlichen Austausch.
 
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Foto v.l.n.r: Karlheinz Welters vom VfJ Laurensberg, André Kropp Schulleiter der HHG und Alina Todamm vom Rugby-Club Aachen.
 
 

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Stellenausschreibung: Schulverwaltungsassitenz (m/w/d) an der HHG

Zur Unterstützung unseres pädagogischen Personals suchen wir eine engagierte Schulverwaltungsassistenz (m/w/d). Sie werden Teil eines multiprofessionellen Teams und tragen mit Ihrer organisatorischen und administrativen Unterstützung zu einem reibungslosen Schulalltag bei.
 
Es handelt sich um eine unbefristete Stelle. Bewerbungen sind bis zum 21.10.2026 per Mail an die Bezirksregierung Köln zu richten. Beachten Sie bitte die Informationen zu den Aufgaben, den Anforderungen und den Bewerbungsmodalitäten in der beigefügten Stellenausschreibung.
 

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Grow & Go: Mit Mentoring zum Schulerfolg

Manchen Kindern und Jugendlichen fehlt in der Schule und im privaten Umfeld ein Vorbild und das Selbstvertrauen, den eigenen Bildungsweg erfolgreich zu gehen. Mit unserem Mentoringprogramm Grow & Go, das im Mai 2026 an den Start gegangen ist, bieten wir Schüler*innen von der 8. Klasse bis zur erfolgreichen Versetzung in Klasse 10 eine regelmäßige Begleitung durch junge Erwachsene, die eine Vorbildrolle übernehmen können.

Grow & Go ist kein Nachhilfeprojekt im herkömmlichen Sinn. Vielmehr steht das ganzheitliche, auf Beziehungsaufbau und Persönlichkeitsentwicklung abzielende Lernen im Vordergrund. Derzeit begleiten zwei Mentor*innen, Lehramtsstudierende an der RWTH, insgesamt zehn 8.-Klässler*innen mit dem Ziel, ihr Selbstwertgefühl zu stärken, mit ihnen Strategien für einen erfolgreichen Schulalltag zu erarbeiten und neue Perspektiven aufzuzeigen.  

In Kleinstgruppen treffen sich die Schüler*innen zweimal pro Woche mit ihrem Mentor bzw. mit ihrer Mentorin. Wo familiäre Unterstützung eingeschränkt ist, versucht das Mentoringprogramm zu helfen. Zusammen mit ihren Mentor*innen entwickeln die Schüler*innen Ziele, planen ihren Lernalltag bewusster, reflektieren ihr Lernverhalten und lernen, wie sie mit Schwierigkeiten umgehen können. Sie sprechen aber auch über ihren Alltag in der Schule und außerhalb der Schule, über ihre Interessen und Vorlieben, über Ihre Sorgen und Nöte, manchmal auch über Liebeskummer, Ärger mit anderen oder Wut auf sich selbst. Darüber hinaus unternehmen Mentoringgruppen einmal pro Schulhalbjahr einen gemeinsamen Ausflug. Quasi nebenbei entdecken die Schüler*innen ihre Selbstwirksamkeit und können lernen, ihre Potentiale für ihren Schulerfolg nutzbar zu machen. 

Das Mentoringprogramm „Grow &  Go“ wird möglich durch die großzügige Unterstützung der Bürgerstiftung Lebensraum Aachen und durch die HHG entwickelt. Der Förderzeitraum beträgt zwei Jahre. Neben dem Mentoringprogramm an der Heinrich-Heine-Gesamtschule fördert die Bürgerstiftung im selben Zeitraum auch eine Lernbegleitung an der GHS Aretzstraße. Bewährt sich das Mentoringprogramm, plant die Schule, das Mentoring aus eigenen Mitteln weiterzuführen. 

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Bei der Pressekonferenz der Bürgerstiftung Lebensraum Aachen in der GHS Aretzstraße, Foto: Conny Stenzel-Zenner

 

Ansprechpersonen für Grow & Go an der HHG: Christina Bremke-Buchholz und Klaus Bellartz sowie Martina Sattler-Woitok für den Förderverein

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Foto: Martina Sattler-Woitok, Christina Bremke-Buchholz

Hier geht es zum Beitrag auf der Homepage der Bürgerstiftung Lebensraum: Bürgerstiftung setzt auf individuelle Bildungsförderung: Neue Projekte stärken Jugendliche auf dem Weg zum Schulabschluss - Bürgerstiftung Lebensraum Aachen

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Schweigen ist keine Option: Shoa-Überlebender Jack Aldewereld spricht in der HHG-Bibliothek

 

„Und ich… und ich…. Ich habe überlebt.“ Jack Aldewereld, als Säugling 1943 von Wider­standskämpfern im niederländischen Brunssum als Ziehsohn aufgenommen, kam anlässlich des Holocaust-Gedenktages zu uns in die HHG, um zu erzählen, zu erinnern und zu mahnen.

Jack, heute 82 Jahre alt, sieht es als seine Aufgabe an, einerseits den Toten – auch und gerade seiner Familie - ein Erinnern zu bereiten und andererseits mit seiner Biographie zu zeigen, dass es nicht für so viele, viele Menschen im Chaos hätte enden müssen, wären da doch nur genügend Menschen gewesen, die geholfen hätten. Denn Hilfe war möglich, wie sein Leben zeigt. 

 

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Foto: Jack Aldewereld mit Schülern der Heinrich-Heine-Gesamtschule.

Als der kleine Jack zwei Monate alt war, werden sein Vater und seine beiden Brüder 1943 von Amsterdam aus über Westerborg in das Vernichtungslager Sobibor deportiert und dort ermor­det. Wenig später wird seine Mutter ebenfalls aufgegriffen und nach Auschwitz gebracht. Nach­barn, die im Widerstand gegen Nazis engagiert sind, nehmen das Baby und die ältere Schwes­ter auf und reichen sie weiter zu einer Gruppe, die verzweifelt versucht, jüdische Kinder dadurch zu retten, dass sie sie an christliche Familien weitergeben, die sie dann als ihre Kinder ausgeben. Blonde Kinder, so Jack, wurden dabei in Familien im Norden der Niederlande untergebracht, dunkelhaarige Kinder kamen nach Süd-Limburg. So kommen Jack und seine Schwester Fanny mit ca. 250 anderen Kindern nach Brunssum. Erst als Erwachsener macht er sich auf die Suche nach seiner Familie und seiner Geschichte. Fanny jedoch, obwohl sie sieben Jahre älter ist, kann und will über ihre Erinnerungen nicht sprechen. Jack Aldewereld erfährt die bittere Wahrheit über die Ermordung seiner Familie dadurch, dass er mit den Menschen an Orten, an denen seine Familie gelebt hat, ins Gespräch kommt. Weil sie sich erinnern, lernt Jack seine jüdische Identität kennen und arbeitet fortan im Kampf gegen Aus­grenzung und für die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Verbrechen. Seitdem erzählt er seine Geschichte.

Die Schüler*innen in der bis auf den letzten Platz gefüllten Bibliothek hörten gebannt und berührt zu, als Jack am Beispiel seiner Lebensgeschichte für Toleranz und menschliches Mit­einander warb. Sie hatten im Anschluss viele Fragen, sowohl zu seiner Lebensgeschichte als auch zur Relevanz des Themas im Jahr 2026. „Was würden Sie einem Neonazi sagen?“, wollte ein EF-Schüler wissen. „Besucht Auschwitz. Seht, was war, dann würde das nicht passieren.“ Ob er selbst Auschwitz besucht habe? „Nein, ich denke, für mich wäre das nicht gut. Ich glaube, ich hätte nicht den Mut. Meine Mutter ist dort gestorben.“

 

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Foto: Jack Aldewereld erzählt seine Lebensgeschichte und mahnt zu Toleranz und menschlichem Miteinander.

 

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Foto: Jack Aldewereld im Austausch mit Schülern der Heinrich-Heine-Gesamtschule.

Viele Schüler*innen bewegt auch die Frage, ob Jack befürchtet, dass die Geschichte sich mit Blick auf den Krieg in Gaza nicht wiederholt. „Politisch kann ich das nicht beurteilen, ich lebe in den Niederlanden“, so Jack. „Doch menschlich kann ich sagen: Eine Mutter in Gaza weint genau so wie eine Mutter in Israel. Und es ist immer so: ein Krieg hat niemals einen Gewinner.“

Begleitet wurde Jack von seiner Frau Ina und dem Stellvertretenden Bürgermeister der Gemeinde Brunssum, Hugo Janssen, der Schüler*innen und Lehrkräfte zu einem Erinnerungs­spaziergang in seine Stadt einlädt. Brunssum hat es ich zur Aufgabe gemacht, die Orte, an denen über 200 Kinder jüdischer Familien überleben konnten, zu erhalten, um die Kraft von Mut und Menschlichkeit auch für zukünftige Generationen lebendig zu halten und erlebbar zu machen. Wir werden die Einladung zu einem Rundgang gerne annehmen.

 

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Foto: Schulleiter André Kropp, Hugo Janssen stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Brunssum, Ina und Jack Aldewereld, Schülerin der HHG, Stephan Saffer, didaktischer Leiter (v.l.n.r.).

 

Die Aachener Zeitung und der Belgische Rundfunk berichteten über die bewegende Ver­anstaltung.

Link AZ: https://www.aachener-zeitung.de/lokales/region-aachen/wie-jack-aldewereld-dem-ns-terror-als-baby-entkam/126892160.html

Link BRF: https://brf.be/regional/2044760/

 

Seit 2012 gedenkt die Heinrich-Heine-Gesamtschule jedes Jahr am 27. Januar den Opfern der Shoa. Mit besonderen Aktivitäten in allen Jahrgängen setzen sich Schüler*innen und Lehr­kräfte mit den Gräueltaten der Nationalsozialisten auseinander und vergegenwärtigen sich ihrer individuellen Verantwortung für Menschlichkeit, Toleranz, Aufrichtigkeit und Mut. In Zeiten, in denen Antisemitismus und Antiislamismus zunehmen, Kriege Hass schüren, Menschen unter den Machtambitionen ihrer Staatsführer leiden, Kinder zwischen den Fronten sterben, halten wir es für eine unserer wichtigsten Aufgaben, jungen Menschen aufzuzeigen, wie gefährlich Intoleranz, Rassismus und Demokratieverdrossenheit sind, wenn sie ungehin­dert gedeihen. Eine bewusste Auseinandersetzung mit dieser Geschichte stärkt Kompetenzen wie Empathie, Zivilcourage und kritisches Denken, damit Schülerinnen und Schüler Verant­wortung übernehmen und menschenrechtsorientierte Entscheidungen treffen können. Durch konkrete Geschichten und Zeugnisse wie die von Jack Aldewereld wird Geschichte greifbar, verhindert das Verdrängen schmerzlicher Wahrheiten und zeigt die individuellen Folgen von Hass, Gewalt und Vernachlässigung der Rechtsstaatlichkeit.

Die jährlichen Aktivitäten der HHG zum Holocaust-Gedenktag sind eine Initiative unseres Didaktischen Leiters, Dr. Stephan Saffer. 

 

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Mit Kunst für Nachhaltigkeit sensibilisieren: Eröffnungsausstellung zu kreativem Kooperationsprojekt

Mit einer beeindruckenden Ausstellungseröffnung am 8. Januar 2026 fand ein außergewöhnliches Kooperationsprojekt zwischen der Aachener Heinrich-Heine-Gesamtschule (HHG) und dem Energieanbieter Stadt- und Städteregionswerke Aachen AG (STAWAG) einen sichtbaren Höhepunkt. In der Produzentengalerie „Artikel 5“ wurden die Exponate eines Wettbewerbs zum Thema „Energie sparen künstlerisch“ präsentiert – von Skulpturen über Gemälde bis hin zu Installationen.

Ausgangspunkt des Wettbewerbs war ein Kunst-Projektkurs der Jahrgangsstufe Q1, der sich über mehrere Wochen intensiv mit dem Themenfeld Energie, Nachhaltigkeit und künstlerischem Ausdruck auseinandersetzte. Im November nahmen die Schülerinnen und Schüler zudem an zwei Workshops im Ludwig Forum teil, die von den Künstlerinnen Maren Hoch und Petra Hellwig begleitet wurden. Die Kooperation ermöglichte es den Jugendlichen, jenseits des schulischen Rahmens neue Arbeitsweisen kennenzulernen und eigene Ideen professionell umzusetzen.

Betreut wurde das Projekt auf schulischer Seite von Kunstlehrerin Alice Schoettler, für die STAWAG war Angeli Bhattacharyya zuständig. Bei der Eröffnung dankte Schoettler dem Kooperationspartner, den beteiligten Künstlerinnen sowie Ela Schwartz von der Galerie 5 ausdrücklich: „Für uns war es besonders wertvoll, mit so tollen Künstlerinnen zusammenarbeiten zu dürfen und neue Zugänge und Perspektiven gezeigt zu bekommen. Vor allem sind wir aber dankbar, dass unsere Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit erhalten haben, einmal aus dem schulischen Kontext herauszukommen, um zu zeigen, was sie wirklich können.“

Beim Opening waren auch die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs vertreten. Den dritten Platz belegte Giuliana Congiu. Sie beschrieb den gesamten Prozess als eine besondere Erfahrung: „Ich empfand die Möglichkeit, mein eigenes Werk in einer echten Galerie ausstellen zu können, als ungewohnt und aufregend, aber gleichzeitig auch schön. Natürlich bin ich sehr stolz.“

Den zweiten Platz erreichte Hannah Gülpen. Besonders positiv blickte sie auf die Workshops und die Zusammenarbeit mit den Künstlerinnen zurück. „Man begegnete uns sehr offen und es herrschte eine angenehme Atmosphäre. Es wurden viele gute Ideen und Impulse eingebracht, gleichzeitig wurden uns aber auch viele Spielräume gelassen“, erklärte sie. Zudem hob sie die gute Ausstattung sowie die Vielfalt der zur Verfügung stehenden Materialien hervor.

Q1-Schüler Samuel Garcia Egea konnte mit seinem Werk die Jury überzeugen und sich so den ersten Platz sichern. Seine Installation umfasste einen gläsernen Raum, mit dem er für einen bewussteren und nachhaltigeren Umgang mit Strom sensibilisieren wollte. Er zeigte sich begeistert von dem gesamten Projekt und betonte: „Ich war positiv überrascht, so etwas hätte ich nicht erwartet“. Zwar habe er es als herausfordernd empfunden, sein Werk in einer Ausstellung zu präsentieren und auf Nachfragen zu erläutern, zugleich sei er jedoch sehr dankbar für die Erfahrung und die Förderung seiner Kreativität.

Auch Jurorin Petra Kather stellte die Vorzüge des Projekts aus ihrer Sicht heraus: „Am Ende sind die meisten Schülerinnen und Schüler sehr stolz auf ihre Arbeit und haben diese besonders eindrücklich präsentiert. Durch ihren Pitch haben sie ihre Intentionen und Herangehensweisen sehr gut vorbereitet dargelegt. Das hat die Kunstwerke aufgewertet und es der Jury erschwert, alle Werke gleichermaßen zu würdigen.“

Die Ausstellung in der Galerie „Artikel 5“ macht eindrucksvoll sichtbar, wie schulische Bildung, künstlerische Praxis und gesellschaftlich relevante Themen wie Energie und Nachhaltigkeit erfolgreich miteinander verbunden werden können. Das Projekt bietet jungen Künstlerinnen und Künstlern eine Bühne, die weit über den Klassenraum hinausreicht, und bildet nun bereits seit mehreren Jahren einen festen Bestandteil der Zusammenarbeit zwischen HHG und STAWAG. Weitere Ausstellungstermine im Januar sind bereits geplant.

 

Fotogalerie: Ausstellungseröffnung am 8. Januar 2026 in der Produzentengalerie „Artikel 5“

 

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