Gesundheitsprojekt mit Wohlfühleffekt: Verschönerung der Schule

Schülervertretung nutzt Gesundheits-Projekttage zur Umgestaltung des schulischen Lebensraums
Von: H. Ebert

Die Mitglieder der Schülervertretung hatten sich schon einige Gedanken gemacht, bevor sie sich am Donnerstag, dem ersten Tag der „Projektwoche Gesundheit” trafen: An den beiden Projekttagen wollte man die Schule verschönern, denn eine schöne Schule führt doch zu erhöhter Zufriedenheit, stärkt das Gemeinschaftsgefühl und trägt zur psychischen Gesundheit bei. Außerdem ist die Schule heutzutage ja auch ein wichtiger „Lebensraum”.

Gute Laune bei der WandgestaltungGute Laune bei der Neugestaltung der ehemaligen „Puzzle-Wand” vor dem Musikraum der HHG!

Gemeinsam mit den betreuenden Lehrern Kriebs und Ebert beging man daher am ersten Projekttag die Schule, legte „Problemzonen” fest und besprach Lösungsvorschläge. Schnell war klar: Die Toiletten für Mädchen und Jungen im Mittelgang an der Schulstraße sollten umgestaltet werden. Auch die dunkelblau bemalte „Puzzle-Wand” im Pädagogischen Zentrum wollte man ganz neu gestalten und mit einem Wandbild verschönern. Die Beteiligten waren schon gut vorbereitet, selbst das Motiv für die Bemalung der Wand im PZ vor den Musikräumen hatten musikbegeisterte Schülerinnen schon im Vorfeld ausgesucht: Geschwungene Notenlinien mit Musiknoten sollten die Wand verzieren.

Planung 
der ProjekteDa alle Beteiligten sehr motiviert waren, ging die Planung der Projekte rasch vonstatten.

Zwar wurden die beiden ausgewählten Bereiche vor einigen Jahren von Schülergruppen verschönert, diese Gestaltung entsprach aber nicht mehr den heutigen Vorstellungen: Während diese Bereiche früher in den kräftigen Farben Blau, Pink, Rot und Orange gestaltet wurden, entschied sich unsere Schülervertretung für eine helle, freundliche Gestaltung, die eventuell mit kleinen eleganten Verzierungen, Mustern oder Bildern aufgelockert werden sollte.

Man besprach die Ideen mit den Schulleitungen des Anne-Frank-Gymnasiums und der Heinrich-Heine-Gesamtschule. Von den Plänen der Schülervertretung zeigten sich die Leiter beider Schulen begeistert. Also teilten sich die Beteiligten in Gruppen für die einzelnen Projekte auf und man besorgte die notwendigen Materialien.

Die Hausmeister waren sehr hilfreich und schnell bereit, altes Inventar, Schilder und Abdeckungen zu entfernen und sie versorgten die Schüler mit Leitern und weiteren Materialien. Im abgeschraubten Münzsprechtelefon, einem Relikt aus alten Tagen, steckten sogar noch allerlei Münzen verschiedener Generationen, Pfennige und Cent.

So wurde bald abmontiert, abgeklebt, geschliffen, Farben gemischt, gepinselt, gequatscht und gelacht. Auch die motivierende Musikbeschallung durfte nicht fehlen.

Noch ist alles beim AltenHier werden die Türen geschliffen und abgeklebt. Die Wände sind bereits hell gestrichen.

Als immer mehr Farbtropfen die Böden bedeckten und die Hausmeister schimpften, wurde den Beteiligten auch klar, dass man nicht nur schnell, sondern auch effektiv und ordentlich arbeiten musste. Erstaunlich viele Schüler waren geschickt, brachten handwerkliche Erfahrungen oder sogar organisatorisches Talent mit. Sehr engagiert zeigte sich Angela, die Schülersprecherin. Paul zeigte seine Lackierfähigkeiten. Aber auch einige unbeteiligte und neugierige Schülerinnen und Schüler kamen gerne zu einem kurzen Plausch vorbei und versuchten sich an Malerrolle und Pinsel - wovon sicher die ein oder andere weiß-befleckte Hose zeugt.

Am Abend sieht es schon anders aus!Am Abend des ersten Tages sieht es in den Toiletten schon anders aus!

Am Freitag, dem zweiten Projekttag wollte man nun auch fertig werden. Die Toilettenwände, die Türen und die PZ-Wände wurden mit mehreren Personen bearbeitet. Auch am zweiten Tag zeigten sich manche Schülerinnen und Schüler als durchaus ausdauernde Arbeiter. Obwohl sich manch einer eigentlich schon am Donnerstag verausgabt hatte und nächtens von Wadenkrämpfen geplagt wurde, wurde auch am Freitag wieder hervorragend gearbeitet.

Fortschritte bei der WandgestaltungTag 2: Fortschritte bei der Wandgestaltung. Allerdings war die Gestaltung der T-Shirts so nicht geplant.

Das enorme Engagement und die hohe Motivation aller Beteiligten zeigten sich auch in der Bereitschaft, an beiden Tagen deutlich länger, teilweise sogar bis in die Abendstunden zu arbeiten.

Vielen Dank an dieser Stelle an den Schulleiter des AFG Herrn Gurzan und an den Schulleiter der HHG Herrn Hillebrand, die nicht nur die Vorhaben begrüßten, sondern die Projekte sofort tatkräftig unterstützten und den Schülerinnen und Schülern größtmögliche Freiheiten bei der Ausführung ließen. Herzlichen Dank auch an die Hausmeister!

Bei den beteiligten Schülerinnen und Schülern können wir uns bedanken, indem wir die neu gestalteten Toiletten und die umdekorierten PZ-Wände ordentlich behandeln. Vielen Dank für die Verschönerung der Schule an Angela, David, Jessica, Kimberly, Laura, Leonie, Max, Nazdar, Paul, Su, Tim und Vanessa!

Alle Fotos: H. Ebert