Mies van der Rohe: „Less is more” - Philosophie, Kunst und Architektur

Auseinandersetzung mit dem bedeutenden Architekten und Künstler im Aachener Ludwig Forum führt zu „eigenen Bauwerken” mit Zitaten verschiedener Kunstwerke

„Less is more.” - Kennst du Mies van der Rohe?
Von: U.Becker, H.Ebert und Lea, Sara, Eleni, Schülerinnen der Oberstufe Q1

Der Kunst-Koop-Leistungskurs der Jahrgangsstufen 11 und 12 des Anne-Frank-Gymnasiums und der Heinrich-Heine-Gesamtschule beschäftigte sich während der Lernpartnertage mit dem wegweisenden Architekten Mies van der Rohe. In einem Workshop im Aachener Ludwig Forum kombinierten sie Ideen des Architekten mit Kunstwerken aus der Ausstellung zu eigenen Entwürfen.

Workshop in der WerkstattKonzentriertes Arbeiten beim Workshop in der Werkstatt des Ludwig Forums zu Mies van der Rohe.

Die ausdrucksstarke Formel des Architekten Ludwig Mies van der Rohe „Less is more” oder „Weniger ist mehr” kennt vermutlich jeder. Der im März 1886 in Aachen geborene Architekt wollte mehr Klarheit, mehr Genauigkeit und mehr Platz in Gebäuden schaffen. Mit Bauwerken im Sinne des Minimalismus orientierte er sich an diesem Leitmotiv.

Ludwig Mies van der Rohe reduzierte in seinen Entwürfen räumliche Abgrenzungen, Verzierungen und „alles Nutzlose” und entwickelte im Laufe seines Lebens den die Moderne beschreibenden Baustil. Mit seiner innovativen Philosophie wurde Mies van der Rohe zu einem der prägenden Vordenker moderner Architektur.

Die Ausstellung Mies van der Rohe - Die Collagen aus dem MoMA im Aachener Ludwig Forum umfasst nicht nur Collagen und Entwurfszeichnungen des Architekten. Auch Kunstwerke berühmter Künstler, die im Besitz des Architekten waren, oder die er in seinen Collagen zitierte, werden in der Ausstellung des Kooperationspartners der Heinrich-Heine-Gesamtschule gezeigt. Die ausgestellten Werke wurden aus dem renommierten New Yorker „Museum of Modern Arts” ausgeliehen. Zudem zeigt das Ludwig Forum Beiträge zeitgenössischer Künstler, die sich auf Mies van der Rohes Werk beziehen.

Bei einem ersten Rundgang durch die Ausstellung im Ludwig Forum vermittelte Frau Philipp-Jeiter, Referentin des Workshops, eine Menge Wissenswertes über den Architekten und die zahlreichen Künstler. Nach der Inspiration durch die Collagen des Architekten Mies van der Rohe sollten die neugewonnenen Ideen in eigene Werke der Schülerinnen und Schüler einfließen. Zudem sollte ein weiteres Kunstwerk der Ausstellung im Entwurf erscheinen oder referiert werden.

Foto der Barcelona-Chairs in der AusstellungFotografie der „Barcelona-Chairs” in der Ausstellung.

An den ersten beiden Tagen widmeten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihren eigenen Collagen, welche die Basis für ihre späteren Modell-Entwürfe waren. Die Collage und das Modell sollten mindestens ein Werk, welches im Ludwig Forum zu finden ist, beinhalten. Da das Ludwig Forum viele verschiedene Materialien zur Verfügung stellte, hatte jeder alle Freiheiten, die eigenen Ideen zu Papier bringen.

Schülercollage Architektur-Entwurf mit den Barcelona-ChairsSchülercollage: Architektur-Entwurf mit den „Barcelona-Chairs”.

Aufgrund der Kooperation der Heinrich-Heine-Gesamtschule mit dem Bund Deutscher Architekten und der guten Kontakte der begleitenden Lehrerin Frau Becker haben sich drei Architekten des BDA die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler angesehen und konnten ihnen zusätzlich hilfreiche Tipps aus der Praxis geben.

Collage mit einem Kunstwerk von BasquiatCollage mit einem Kunstwerk von Jean-Michel Basquiat als Wandgemälde.

Am dritten und letzten Tag setzten die Schülerinnen und Schüler ihre Collagen nun jeweils in ein 3D-Modell um. Dabei war es ihnen möglich, sich aus einem Pool hochwertiger Materialien zu bedienen, die auch Architekten verwenden. Zum Abschluss der drei erfolgreichen Lernpartnertage wurden alle Modelle vorgestellt. Trotz der vorgegebenen Aufgabenstellung und Raumkonstellation sind viele sehr unterschiedliche und sehenswerte Ergebnisse entstanden.

dazu gehöriges ModellDas Basquiat-Wandgemälde im fertigen Architektur-Modell.

Den Verlauf des Workshops dokumentiert die folgende Fotoreihe. Alle Fotos: Ulrike Becker