Grillen und Chillen

Ein bisschen seltsam sieht es schon aus, was zweimal im Jahr an einem unterrichtsfreien Tag dort im Schulgarten geschieht. Ein Schwarm Lehrer wuselt durch den Garten, macht seltsam anmutende Streckübungen oder hockt zupfend und zerrend auf dem Boden.

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Ja, so ein Schulgarten ist schon etwas Feines! Schnell ist man im Biologieunterricht bewaffnet mit Lupe und Bestimmungsbuch draußen. Zwischen den Ritzen der Trockenmauer des Duftbeetes findet sich immer etwas Beobachtenswertes. Auf dem Sinnespfad kann man barfuß erspüren, wie unterschiedlich sich weiße und schwarze Steinplatten, Korken, Sand und anderes mehr anfühlen. Die Kräuterspirale bietet genügend Platz, um verschiedene Pflanzen auszusäen und beim Wachstum zu beobachten.

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Doch nicht nur das Biologenherz schlägt im Schulgarten höher. Unter freiem Himmel lassen sich herrlich im Kunstunterricht Skizzen zeichnen. Auch Kurzvorträge über die Newtonschen Gesetze oder die Folgen der Romanisierung in den römischen Provinzen kann man prima im Grünen einüben. Doch nicht nur das: In der Mittagspause oder in Freistunden findet sich im Schulgarten meist ein ruhiges Eckchen, zum Chillen, Ausruhen, Entspannen.  

Allerdings fühlen sich nicht nur Schüler und Lehrer im Schulgarten wohl. Das Gras wächst und sprießt, Wildkräuter – manchmal auch weniger nett als Unkraut bezeichnet – versuchen jede freie Ecke zu erobern. Was bleibt also anderes übrig, als die grüne Pracht regelmäßig mit dem Rasenmäher und einmal pro Schulhalbjahr durch eine gemeinsame Unkraut-Rupf- und Zupfaktion einzudämmen. Natürlich macht viel Arbeit auch hungrig und so bietet es sich an, diesen Tag mit einem gemütlichen Grillen und Chillen im frisch gepflegten Schulgarten zu beenden.

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